Freitag, 12. August 2016

Forbidden Zone

Einlass 20:00 Uhr, Beginn 20:30 Uhr

Film

 

Weird Xperience zeigt:

Forbidden Zone/Totaler Sperrbezirk

(USA 1980, R: Richard Elfman)

 

Das glorreiche Jahr 1980: Danny Elfman war noch kein berühmter, hochgepriesener Filmkomponist, d.h. Tim Burton und er waren sich noch nicht über den Weg gelaufen und die Simpsons noch gar nicht erfunden. Stattdessen betrieb Danny gemeinsam mit seinem großen Bruder Richard, der sich auch in der Rolle des Filmemachers gefiel, eine Performance-Art-Gruppe namens The Mystic Knights of Oingo Boingo. Und bevor irgendjemand „Cut“ schreien konnte entstand dieses verstörende Werk: ein expressionistisches Musical, ein Underground-Comic als Realfilm, eine Absurdes-Theater-Performance-Kunst-Revue: Hellzapoppin' meets RHPS meets Frank Zappa's 200 Motels – sowas in der Art (get the picture?).

 

Oingo Boingo existierten als Live-Act noch mittelmäßig erfolgreich bis 1995, ehe sie sich mit großem Knall auflösten. Der Film, als einzig verbliebenes Dokument, wurde zwar kein kommerzieller Erfolg, erreichte aber in gewissen, zwielichtigen Kreisen Kultstatus. Das Material wurde 2008 liebevoll nachcoloriert und während ihr dieses liest, sammelt Richard Elfman gerade das Budget zusammen für die längst überfällige Fortsetzung. Sein Bruder hat bereits zugesagt, den Score beizusteuern. Godspeed, then!

 

„Gerüchten zufolge gibt es Menschen, die FORBIDDEN ZONE nicht gut finden. Sollte das stimmen, sind das zweifelsohne kranke Perverse, die eingeschläfert werden müssten.“ (Filmchecker)

 

Eintritt: 4 Euro


Freitag, 2. September 2016

Im Schatten der Mondgöttin

Einlass 19:00 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr

Lesung/Konzert

 

Nico - Im Schatten der Mondgöttin

 

Eine multimediale Lesung

von Lutz Graf-Ulbrich

mit Live Musik

 

plus exklusiv: sehr raren Videos von Nico, wie ihr letztes Interview und Clips des legendären Nico/Eno/Cale Konzertes

beim Metamusikfestival 1974 in Berlin.

 

Nico hätte am 16. Oktober 2015 ihren 77. Geburtstag gefeiert. Das dunkle, morbide Charisma dieser mysteriösen Sängerin alias Christa Päffgen hat Fans und Bewunderer über Jahrzehnte hinweg verfolgt. In diesem Buch teilt einer, der ihr wirklich nahe stand, seine Erinnerungen an diese fesselnde Künstlerin - nah dran und persönlich.

 

In diesen faszinierenden Memoiren beschreibt der deutsche Musiker Lutz Ulbrich (Lüül) - jetzt Lutz Graf-Ulbrich - wie er Nico kennenlernte, sich in sie in den 70gern verliebt und wie diese Begegnung zu einer stürmischen on und off Liebesbeziehung, einer künstlerischen Zusammenarbeit und einer lebenslangen Freundschaft wurde.

 

Lutz spielte in deutschen „Krautrock“ Bands wie Agitation Free und Ash Ra Tempel/Ashra. Er begleitete Nico als Gitarrist in den 70er Jahren in Europa, USA und Kanada. Lutz schrieb das Lied „Reich der Träume“ für sie, das sie auf seiner Debüt LP „Lüül“ sang, veröffentlicht 1981. Mit Ash Ra Tempel trug er zur Filmmusik des Nico Films „Le Bergeau de Cristal“ von Philippe Garrel bei. Er organisierte ihr letztes Konzert für das Festival „Fata Morgana - Wüstenklänge im Planetarium“ in Berlin 1988.

 

Als sie zwei Monate später starb, organisierte er ihre Beerdigung und später die CD „Fata Morgana - Nico’s last concert“. Er nahm auch an der vielfach preisgekrönten Nico Dokumentation „Nico-Icon“ von Susanne Ofteringer teil und organisierte das Nico Tribut Festival „Nico 70/20“ 2008 in Berlin.

 

Eintritt: 10 Euro


Donnerstag, 8. September 2016

Berit Emma Ott

Einlass 19:00 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr

Konzert

 

Langer Abend der Melancholie

 

Ein Abend mit Berit Emma Ott,

Hans Rohe, Karl Neukauf

und Fährmann

 

Berit Emma Ott bewegt sich mal zwischen Rock und Pop der Berliner 80er, wechselt dann spielerisch in den Chanson der 20er, ohne dabei in die Klamottenkiste zu greifen. Auch Country und Folk haben Spuren hinterlassen. Werden Vergleiche gesucht, fallen Namen wie Aimee Mann oder Element of Crime, die Staßenpoesie des Tom Waits gepaart mit der romantischen Sehnsucht des Hans Albers. Die Stoffe zu ihren Texten findet Berit Emma Ott in den lüstern-melancholischen Herzen ihrer (verkorksten) Freunde und ihrem eigenen Scheitern

 

Hans Rohe, der Ausnahmegitarrist und exellente Sänger, schreibt Lieder über gescheiterte Beziehungen, mögliche Liebe und das Leben in Zeiten sozialer Kälte.

Anspruchsvoll und hin und wieder lassen Townes Van Zandt oder der junge Udo Lindenberg grüßen

"Ich kannte Hans Rohe vornehmlich als brilianten Gitarrristen, der jedes Fach bedienen kann. Neulich hatte ich dann die Gelegenheit, ihn als Singer/Songwriter mit famoser Band live zu erleben. Das war großartig. Seine Songs sind handwerklich vom Feinsten, gut strukturiert, haben Dynamik und Persönlichkeit. Es groovt, es rockt und klingt super! Was will man mehr?"

LÜÜL (17 Hippies)

 

Karl Neukauf bewegt sich bei seinen musikalischen Streifzügen in einem Spannungsfeld zwischen early Rolling Stones, Hildegard-Knef-Chanson und Rumpel-Rock a la Nick Cave und Tom Waits. Egal, wie ausgefuchst die Arrangements auch daher kommen, es klingt nach sympathischem Understatement. Doch der musikalische Allrounder ist kein Rookie. Er weiß genau, was er da macht, und er macht es grandios. Klavier, Synthesizer, Mellotron, Wurlitzer, Schlagzeug, usw. - nur selten bittet der (im besten Sinne des Wortes) Alleinunterhalter Kollegen in sein Heimstudio.

 

Fährmann, der als Sänger-Liederschreiber in der Song-Noir Kategorie rangiert, beweist, dass es möglich ist, wertvolle Texte mit guter handgemachter Musik zu paaren. Seine fein gesponnenen, zugleich ausdrucksstarken sowie bildvollen Texte erzeugen mehr als nur nachdenkliches Schmunzeln.

"Es ist definitiv nicht mehr im Mainstream, so schonungslos scharfsichtig in die Nacht zu schauen wie der Fährmann mit Gitarre und Mundharmonika" (Main-Echo am 25. April 2015)

Man könnte es sich einfach machen und schlicht erklären, dass es sich bei ihm um einen Liedermacher handelt. Falsch wäre es nicht. Aber es ist nicht ausreichend. Zwischen Melancholie und Witz pendelnd holt er uns geschickt in sein Boot, entführt aus dem grauen Alltag nimmt er uns mit auf eine spannende Reise. Auf seine Reise. Fährmann läßt uns teilhaben an seinem Leben, seinen Geschichten, Erlebnissen, seiner Sicht auf die Welt. All dies umhüllt und getragen von verdichteter Poesie und feinfühliger Musikalität. Da hat jeder Ton im richtigen Moment seinen Platz.

 

Eintritt: 12 Euro


Freitag, 9. September 2016

Liquid Sky

Einlass 20:00 Uhr, Beginn 20:30 Uhr

Film

 

Weird Xperience zeigt:

Liquid Sky

(USA 1982, R: Slava Tsukerman)

 

Ein Klassiker des New-Wave-Cinema. Ein Miniatur-UFO landet auf dem Dach eines Apartements in Greenwich Village. Die außerirdischen Besucher ernähren sich von menschlichen Endorphinen. Da sind sie bei der Musikerin/Dealerin Adrian und dem promsikutiven Model Magaret genau an der richtigen Adresse.

 

Eintritt: 4 Euro


Freitag, 23. September 2016

Testsieger

Einlass 20:00 Uhr, Beginn 20:30 Uhr

Konzert

 

Testsieger / The Bernie & the Jörgi

 

Zwei die mit sportlichem Ehrgeiz ihre Instrumente verhauen. Lieder mit deutschen Texten die sich umschauen. Beats und Bässe die alle Körperteile in Bewegung versetzen. Mit mehr als 300 Konzerten in Deutschland, Österreicht und der Schweiz sind Testsieger seit 10 Jahren unterwegs. Für die neue Platte auf UAE! hat neben dem alten Weggefährten Roland Wiegner von der Tonmeisterei Oldenburg dieses Mal vor allem Norman Kolodzjei (Der Tante Renate, Bratze) fleißig an den Produktionsreglern gedreht. Der schaffte es durch seine Impulse die Liveenergie der Band auf die Aufnahmen zu übertragen.

 

Die beiden Tanz-Punker the Bernie & the Jörgi, die schon seit Jahren die Bremischen Partynächte mit ihren musikalischen Extravaganzen aufbretzeln, haben sich ja schon vor drei Jahren auf Schallplatte verewigt. Das von Guido Bolero abgemischte „Album für die Jugend“ enthält einen Gastauftritt des kürzlich verstorbenen Trio-Schlagzeuger Peter Behrens selig und sollte allein darum in keinem Plattenschrank fehlen.


Anschrift

  • Mediencoop Bremen e. V.
    Schildstraße 12-19
    28203 Bremen
    Tel: 0421-77020

www.facebook.com Kulturzentrum Lagerhaus, Bremen Zeitschrift, Kulturzentrum Lagerhaus und Schlachthof, Bremen



NEWS

Keine News in dieser Ansicht.